Mi., 25.02.2026
18.30 – 20.00 Uhr
Caritas-Zentrum
Dompfaffstr. 1, DG
82467 Garmisch-Partenkirchen

Echtzeit Iran: Ein Volk in Geiselhaft. Impuls und Gespräch

Der Iran blickt auf eine wechselvolle und tragische Moderne zurück. Das geschichtsträchtige Land erfuhr 1979 eine radikale Zäsur. Mit der Ankunft Khomeinis im Jahr 1979 und dem Sturz des Schahs Reza Pahlavis nahm der Iran die Staatsform einer sogenannten Islamischen Republik an. Die Ideologie des Regimes war fortan geprägt von einer Mischung aus radikalpolitischem Islam schiitischer Prägung mit befreiungstheologischem Anstrich unterdrückter Völker und Länder. Als Feindbilder wurden fortan der westliche Imperialismus, Kapitalismus sowie Israel und die USA sorgfältig gepflegt. Mit der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) schaffte die neue politische Elite schnell einen schwer bewaffneten Staat im Staat, der auch im Ausland Aufbauhilfe für bewaffnete Milizen wie die Hisbollah im Südlibanon leistete. Im Land selbst wurde jede politische Opposition erstickt.

Seit 2009 kommt es immer wieder zu großen Protestbewegungen im Iran, auf die das Regime mit massiver Gewalt antwortet. Der Iran führte im Jahr 2025 weltweit die Liste dokumentierter Hinrichtungen an. Seit Dezember letzten Jahres wird das Land aufgrund der schweren Energiekrise und einer Inflationsrate von über 40 Prozent von flächendeckenden Protesten heimgesucht.

Der Themenabend gibt einen kurzen Überblick über die jüngsten Entwicklungen und nimmt zudem die strategisch-militärische Einflussnahme der Regionalmacht im Nahen Osten in den Blick. In einem Gespräch mit Menschen aus dem Land versucht die Veranstaltung ein schärferes Bild der Lage dort nachzuzeichnen und über die Aussicht auf politische Veränderungen zu sprechen.

 Anmeldung und weitere Informationen: Es wird um Voranmeldung unter jochen.lobah@caritasmuenchen.org oder unter 08821 730 600-17 gebeten.

Moderation: Jochen Lobah
Veranstalter: Caritas Ehrenamtskoordination/ Integrationslotsenstelle